Berufsbildung in Chikupi

 

 

Die Schule bietet ein- und zweijährige Vollzeit- Lehrjahre an. Sie legt weiter an Qualität zu und ist vom Berufsbildungsamt in die höchste Qualitätsstufe eingeteilt worden. Die Lehrer bilden sich dauernd weiter; einerseits mit schulinternen Angeboten (SCHILF), andererseits mit externen Fortbildungen. Unter den Berufsbildungszentren in Sambia hat sich Chikupi einen guten Namen erarbeitet. Wir sind zwar eine kleine, aber dafür effiziente Schule. Immer mehr Auszubildende aus der Stadt oder vom Norden des Landes liebäugeln mit einem Ausbildungsplatz in Chikupi. Unser Leitbild sagt klar, dass die Unterprivilegierten unserer ländlichen Umgebung Priorität haben; sofern noch Platz vorhanden ist, können andere junge Menschen aufgenommen werden. Die Einschreibungen für das kommende Ausbildungsjahr laufen. Der Unterricht beginnt am 9. Mai 2016. In den Familien geht der grosse Kampf betreffend Schulgelder los. Da alles teurer geworden ist und viele Erwachsene ihre Stellen verloren haben, wird es noch schwieriger das Schulgeld aufzutreiben, obwohl es in einem sehr bescheidenen Rahmen ist. Da werden neben der eigenen Familie, Onkel, Tanten, Sponsoren und Freunde angegangen, damit schlussendlich 100 Franken Schulgeld beisammen sind. Für das Examen werden noch 50 Franken zusätzlich benötigt. Die Auszubildenden, die die zweijährige Ausbildung absolvieren, müssen jährlich 120 Franken aufbringen, da diese mehr Material benötigen.

 

 

MaurerInnen

Einer der ersten Lernschritte ist das Modellieren und Brennen der Lehmziegel. Das Brennen der Ziegel mit Vorbereitung dauert ca. eine Woche. 


Metallbau-schlosserInnen

Der Sicherheit wird bei den Metallbau-Auszubildenden grosse Beachtung geschenkt. In einem einwöchigen Modul lernen sie den Umgang mit Schweiss-, Sicherheitsbrillen und den verschiedenen Maschinen.


SchneiderInnen

Modeschau mit den selbst entworfenen und genähten Kleidern aus traditionellem Chitenge-Stoff. Die Auszubildenden lernen ihr Handwerk auf Tretmaschinen, elektrischen Nähmaschinen und professionellen Nähmaschinen. 


Landwirtschaft

Im ländlichen Chikupi wird der Landwirtschaft grosse Beachtung geschenkt. Die Auszubildenden lernen auf ihrem Feld konventionelle Landwirtschaft, weil sie über diese an der Prüfung Auskunft geben müssen. Auf der angegliederten Schulfarm wird nachhaltige Landwirtschaft betrieben. So lernen die Lehrlinge beide Arten kennen.


ElektrikerInnen

Im Januar 2017 haben 24 Auszubildende den neuen Lehrgang als ElektrikerIn gestartet.

Dieser Berufszweig ist sehr begehrt, gibt es in diesem Segment einige freie Stellen.

Leider verlangt nun das Berufsbildungsamt  von unserer Schule, dass für die ElektrikerInnen ein neues Klassenzimmer sowie eine Werkstatt gebaut werden müssen. Diese Weisung war nicht vorhersehbar und legt dem neuen Lehrgang Steine in den Weg . Wir hoffen, dass wir bis im Herbst eine für alle zufriedenstellende Lösung gefunden haben.  Ansonsten müsste dieser

Bildungsgang wieder geschlossen werden.